Sonnenschutzmittel: Was Sie meiden sollten

Sonnenschutz

Bei der Auswahl eines Sonnenschutzmittels ist es ebenso wichtig zu wissen, was Sie meiden sollten, wie zu wissen, worauf Sie achten müssen. Bestimmte Inhaltsstoffe und Produktarten können weniger wirksam, gesundheitsschädlich oder umweltschädlich sein. Diese Punkte sollten Sie bei der Wahl eines Sonnenschutzmittels besser umgehen:

Sonnenschutz-Inhaltsstoffe, die Sie meiden sollten

1. Oxybenzon und Octinoxat:

Dies sind verbreitete chemische UV-Filter, die in vielen Sonnenschutzmitteln enthalten sind. Sie gelten als potenziell hormonell wirksame Chemikalien und sind nicht riffsicher – sie können also zur Korallenbleiche beitragen und marine Ökosysteme schädigen. Angesichts dieser Bedenken ist es ratsam, Sonnenschutzmittel ohne diese Inhaltsstoffe zu wählen.

2. Reizende Sonnenschutzmittel:

Von der Salicylsäure abgeleitete UV-Filter, allgemein als Salicylate bekannt, umfassen unter anderem Homosalat, Octisalat und Trolamin-Salicylat. Dies sind organische Verbindungen, die in manchen Sonnenschutzformeln eingesetzt werden, weil sie ultraviolettes (UV-)Licht absorbieren können.

Octocrylen ist eine organische Verbindung, die UVB- und kurzwellige UVA-Strahlen absorbiert. Sie dient als Stabilisator für andere photolabile (lichtempfindliche) UV-Filter, insbesondere Avobenzon, und hilft, deren Wirksamkeit während der Sonnenexposition zu erhalten. Obwohl sie in Sonnenschutz- und Körperpflegeprodukten allgemein als sicher gilt, gibt es Bedenken hinsichtlich möglicher Hautreizungen oder allergischer Reaktionen bei empfindlichen Personen. Auch Umweltbedenken wurden geäußert, was die möglichen Auswirkungen von Octocrylen auf marine Ökosysteme, einschließlich Korallenriffe, betrifft.

Avobenzon ist ein Dibenzoylmethan-Derivat, das durch die Absorption des gesamten UVA-Spektrums einen Breitband-UVA-Schutz bietet. Das hilft, Hautalterung und Schäden vorzubeugen, die zu Hautkrebs führen können. Ähnlich wie bei Octocrylen gibt es auch hier Bedenken hinsichtlich Hautempfindlichkeit und allergischer Reaktionen sowie der Auswirkungen auf die Umwelt.

3. Retinylpalmitat:

Manche Sonnenschutzmittel enthalten Retinylpalmitat, eine Form von Vitamin A, die einigen Forschungsergebnissen zufolge die Entwicklung von Hauttumoren und -läsionen beschleunigen kann, wenn sie unter Sonneneinstrahlung auf die Haut aufgetragen wird.

4. Produkte mit sehr hohem SPF:

Es mag naheliegen, dass ein höherer SPF automatisch besseren Schutz bedeutet – doch dieser Nutzen hat Grenzen. Sehr hohe SPF-Werte können irreführend sein und dazu verleiten, länger in der Sonne zu bleiben, als man sollte. Zudem können sie ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln und bieten nicht unbedingt einen proportional höheren UVA-Schutz. Bleiben Sie für einen angemessenen Schutz im SPF-Bereich von 30 bis 50.

5. Sonnenschutz-Sprays:

So praktisch Sprays sind – sie können eingeatmet werden, was ein Risiko für die Lunge darstellen kann, und es ist schwieriger festzustellen, ob Sie genug aufgetragen haben, um alle exponierten Hautpartien abzudecken. Wenn Sie ein Spray verwenden, sprühen Sie es zunächst auf die Hände und verteilen Sie es dann auf der Haut.

6. Puder oder Tücher:

Die Wirksamkeit von Sonnenschutz in Puder- oder Tuchform ist fraglich – sie bieten möglicherweise keine gleichmäßige Schutzschicht. Am besten verwenden Sie Cremes oder Lotionen, um eine ordnungsgemäße Abdeckung sicherzustellen.

7. Sonnenschutzmittel mit Insektenschutz:

Die Kombination von Sonnenschutz mit einem Insektenschutzmittel kann die Wirksamkeit des Sonnenschutzes verringern und Sie den Repellent-Chemikalien übermäßig aussetzen, da Sonnenschutz häufiger nachgetragen werden muss.

Weitere Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten

1. Aussagen zur Wasserfestigkeit:

Seien Sie skeptisch bei Sonnenschutzmitteln, die als „wasserfest“ oder „schweißfest“ beworben werden – kein Sonnenschutz ist vollständig wasser- oder schweißresistent. Sie können dennoch abgewaschen werden und müssen erneut aufgetragen werden, besonders nach dem Schwimmen oder Schwitzen.

2. Alkohol:

Alkoholhaltige Sonnenschutzmittel können die Haut austrocknen, insbesondere bei empfindlicher oder bereits trockener Haut. Greifen Sie in diesem Fall zu alkoholfreien Formulierungen.

Lesen Sie bei der Wahl eines Sonnenschutzmittels die Etiketten sorgfältig und entscheiden Sie sich für Produkte mit sicheren, wirksamen Inhaltsstoffen, die Breitbandschutz (UVA und UVB) bieten. Meiden Sie potenziell schädliche Chemikalien und bedenken Sie die Auswirkungen des Produkts auf Ihre Gesundheit und die Umwelt. Denken Sie daran, den Sonnenschutz alle zwei Stunden erneut aufzutragen – oder häufiger beim Schwimmen oder Schwitzen –, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

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