Aknebakterien und Porphyrine verursachen Hautentzündungen.

Akne

Akne ist eine weit verbreitete Hauterkrankung, von der weltweit Millionen Menschen betroffen sind. Obwohl sie häufig mit der Pubertät in Verbindung gebracht wird, können auch Erwachsene unter Akne leiden. Eine der weniger bekannten Ursachen für aknebedingte Hautentzündungen ist das Vorhandensein von Aknebakterien, insbesondere Propionibacterium acnes (P. acnes), sowie von Verbindungen, die als Porphyrine bekannt sind.

Aknebakterien: Propionibacterium acnes

Propionibacterium acnes ist eine Bakterienart, die natürlicherweise auf der Haut vorkommt. Sie ist Teil des Hautmikrobioms – der Gemeinschaft von Mikroorganismen, die die Hautoberfläche besiedeln. Bei vielen Menschen lebt P. acnes harmlos auf der Haut, unter bestimmten Bedingungen kann das Bakterium jedoch zur Entstehung von Akne beitragen.

Faktoren, die das Wachstum von P. acnes begünstigen:

1. Übermäßige Talgproduktion: Die Talgdrüsen der Haut produzieren eine ölige Substanz, den Sebum. Produzieren diese Drüsen zu viel Talg, entsteht ein Milieu, in dem P. acnes gedeiht.

2. Verstopfte Poren: P. acnes kann in Haarfollikeln eingeschlossen werden, wenn diese durch überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen verstopft sind. In diesen verstopften Poren können sich die Bakterien rasch vermehren.

3. Entzündung: Wenn sich die P.-acnes-Bakterien vermehren, können sie eine Entzündungsreaktion des Körpers auslösen. Dies kann zu den für Aknepickel typischen Rötungen und Schwellungen führen.

Porphyrine: ein Nebenprodukt mit entzündlichem Potenzial

Porphyrine sind eine Gruppe organischer Verbindungen, die von bestimmten Bakterien, darunter P. acnes, als Nebenprodukt gebildet werden. Diese Moleküle können aus mehreren Gründen an den bei Akne beobachteten Entzündungen beteiligt sein:

1. Photoaktivierung: Porphyrine sind photoaktiv. Bei Bestrahlung mit bestimmten Wellenlängen des Lichts, insbesondere blauem Licht, können sie aktiviert werden und Entzündungen fördern.

2. Oxidativer Stress: Die aktivierten Porphyrine können freie Radikale erzeugen, was zu oxidativem Stress in der Haut führt und die Entzündung verstärkt.

3. Immunreaktion: Das Vorhandensein von Porphyrinen kann das Immunsystem des Körpers zu einer Reaktion veranlassen, wodurch die Entzündung weiter zunimmt. Mitunter kommt es dabei zur Zerstörung der Haarfollikelwand, was schwerere Akneformen wie Zysten und Knoten zur Folge haben kann.

Die Behandlung von Akne, die durch P. acnes und Porphyrine verursacht wird, erfordert einen mehrgleisigen Ansatz:

1. Topische Behandlungen: Behandlungen können die Anzahl der Bakterien auf der Haut reduzieren. Wirkstoffe wie Zinc PCA, Salicylsäure und Niacinamid sind besonders wirksam, da sie antibakterielle Eigenschaften besitzen und Entzündungen lindern können.

2. Retinoide: Diese Vitamin-A-Derivate helfen, das Verstopfen der Haarfollikel zu verhindern, und können das Vorkommen von P. acnes verringern.

3. Phototherapie: Bestimmte Lichtwellenlängen, insbesondere die Blaulichttherapie, können eingesetzt werden, um Porphyrine zu aktivieren und zu zerstören und so Entzündungen und Bakterienwachstum zu reduzieren.

4. Anpassungen des Lebensstils: Einfache Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung, weniger Stress und eine sorgfältige Hautpflegehygiene können helfen, die Talgproduktion zu regulieren und dem Verstopfen der Poren vorzubeugen.

5. Hautpflegeroutine: Die Verwendung nicht komedogener, milder Hautpflegeprodukte kann weiteren Irritationen und Entzündungen vorbeugen. Empfehlenswert ist zudem die zweimal tägliche Anwendung eines Schaumreinigers mit exfolierenden Eigenschaften wie unserem Glycolic B3 foam.

Menschen mit Akne sollten für eine korrekte Diagnose und einen individuellen Behandlungsplan unbedingt eine Dermatologin oder einen Dermatologen konsultieren. Der richtige Ansatz hängt vom Schweregrad der Akne, dem Vorhandensein von P. acnes und dem individuellen Hauttyp ab. Aknebehandlungen brauchen Zeit, um zu wirken – entscheidend sind eine konsequente Hautpflegeroutine und die Einhaltung des von einer medizinischen Fachkraft verordneten Behandlungsplans.

Passende Produkte: Glycolic B3 foam, ACN corrector, Retinol 1.0, Niacinamide 5.0, F-ACN, F-NIACINAMIDE.

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